Mehr denn je appelliert die Frauenberatungsstelle Duisburg an alle Frauen, sich in Krisen- und Problemsituationen Unterstützung und Hilfe zu holen. Eine Anfang November veröffentlichte Dunkelfeldstudie des Inneninisteriums des Landes NRW ergab, dass jede zehnte von Gewalt betroffene Person keine Hilfe in Anspruch nimmt, da sie über entsprechende Hilfsangebote nicht gut informiert ist.

Zum 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen soll eine großangelegte Aktion mit 250 Plakaten, verteilt im Duisburger Stadtgebiet, von Gewalt betroffene Frauen darauf aufmerksam machen, dass es ein Beratungsangebot gibt, an das sie sich jederzeit kostenfrei, anonym und vertraulich wenden können.

Aber auch Personen aus ihrem sozialen Umfeld – Nachbarn, FreundInnen, Bekannte sind aufgefordert, Betroffene auf die Frauenberatungsstelle Duisburg aufmerksam zu machen oder bei Gefahr in Verzug, die Polizei zu rufen.

Gewalt ist nicht privat (!), auch wenn Gewalterfahrungen am häufigsten in privaten Zusammenhängen, sei es in der Partnerschaft, in der Familie oder am Arbeitsplatz, erlebt werden. Die soziale Nähe zum Täter und oft damit einhergehende Scham- und Schuldgefühle macht es Betroffenen schwer, sich an Außenstehende zu wenden.

Die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle begegnen betroffenen Frauen mit  Wertschätzung und Achtsamkeit und bieten in vertraulicher Atmosphäre die Möglichkeit, gemeinsam nach einem Ausweg zu suchen.

Doch nicht nur beim Thema Gewalt können sich Duisburgerinnen an die Frauenberatungsstelle wenden. Bei Problemen in der Partnerschaft, zur Klärung der Lebenssituation, Neuorientierung nach einer Trennung oder bei Essstörungen können  Frauen einen individuellen Beratungstermin vereinbaren.

Frauenberatungsstelle Duisburg, Heuserstr. 12, 0203-3461640