Die aktuelle Situation rund um die Coronakrise ist eine Herausforderung für uns alle. Die Unsicherheiten und Sorgen, wie es nun weiter geht und wann wieder eine Normalität eintritt, bereiten vielen Menschen derzeit schlaflose Nächte.

Neben den psychischen Aspekten, die eine sehr große Herausforderung für viele Frauen darstellt, müssen wir damit rechnen, dass aufgrund der Ausgangsbeschränkungen die Fallzahlen häuslicher und sexualisierter Gewalt zunehmen.

Wir von der Frauenberatungsstelle Duisburg sind weiterhin telefonisch für sie da. Montags bis freitags erreichen sie uns in der Zeit von 9-12 Uhr unter der Rufnummer 0203-3461640, um Telefonberatungen zu vereinbaren. Wir unterliegen der Schweigepflicht, unser Angebot ist kostenlos und auf Wunsch anonym möglich.

Unterstützung gibt es zudem durch zahlreiche Onlinetools, die sich mit den Themen „psychische Gesundheit“, „häusliche/sexualisierte Gewalt“ usw. auseinander setzen und dabei helfen können die schwere Zeit durchzustehen.

Wir haben im Folgenden eine Auswahl an hilfreichen Apps und Websites zusammengestellt.

Apps und Onlineprogramme können natürlich keine reguläre Psychotherapie ersetzen, sondern nur als Ergänzung genutzt werden!

 

Psychische Stabilisierung:

  • Das Online Programm IfightDepressions unterstützt Betroffene beim Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt praktische Hinweise für den Alltag. Infos unter: www.ifightdepression.com/de/start
  • Die kostenlose App Body2Brain bietet Soforthilfe bei Belastung, Trauma & Co mit kurzen und leicht erklärten Übungen für Zuhause, am Arbeitsplatz und Unterwegs
  • Die Seite www.refugee-trauma.help stellt Materialien bereit, die helfen können seelische Reaktionen auf traumatische Belastungen besser zu verstehen. Sie geben praktische Soforthilfe und können helfen, die Wartezeit auf eine vielleicht notwendige professionelle Therapie zu überbrücken. Die Übungen sind neben deutsch auch in 11 weiteren Sprachen abrufbar.
  • Die kostenlose App Moodpath kann dir dabei helfen, deine Gedanken und Gefühle zu reflektieren und zu verstehen. Sie soll u.a. dabei helfen Grübeln zu reduzieren und wieder zu einem besseren Schlaf zu finden.
  • Die App Woebot wurde von der Universität Harvard entwickelt, sie gibt es leider nur auf englisch. Ein kleiner Roboter fragt einen täglich, wie es einem geht und man kann mit ihm über die eigene psychische Gesundheit und das persönliche Befinden „sprechen“.

 

Alltagsbewältigung:

  • Die App Mindshine bietet konkrete Übungen um sich einmal täglich gezielt zu reflektieren und zum Beispiel wieder positiver zu denken.
  • Auf www.coronamat.de gibt’s Tipps mit Humor, wie der herausfordernde Alltag in der Coronazeit überstanden werden kann.

 

Hilfe für Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen

  • Unter www.unserohr.de bieten ausgebildete Therapeuten und Coaches kostenlose telefonische Beratung für Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen an. „Weil Ihr „an vorderster Linie“ für uns Euer Bestes gebt, geben wir Euch unser Bestes zurück. Wenn Ihr über das Erlebte sprechen möchtet, über Patient*innen, die Euch nicht aus dem Kopf gehen, Augenblicke, die Ihr nicht vergessen könnt, wenn Ihr selbst seelisch und körperlich gelitten habt, stehen wir mit offenen Ohren bereit!“ Eine tolle Aktion!

 

Meditation und Entspannung

  • Mit der App Headspace kann man durch eine tägliche kurze Übung lernen, wie man durch das kurze Innehalten mehr Ruhe in den Alltag bringt.
  • Die App Calm funktioniert ähnlich wie die App Headspace, zusätzlich gibt es aber noch entspannende Schlafgeschichten, die das Einschlafen erleichtern sollen.
  • Die App Insight Timer beinhaltet eine klassische Meditations-Stoppuhr, aber auch viele geführte Meditationen in englisch und deutsch.

 

Häusliche/ Sexualisierte Gewalt:

 

Stalking:

  • Der weiße Ring hat schon vor einiger Zeit die NO STALK App herausgebracht. Sie unterstützt dabei, aktiv und selbstbestimmt gegen Stalking vorzugehen. Weitere Infos unter: www.nostalk.de

 

Sexueller Missbrauch

  • Nina e.V. berät als Verein gegen sexuellen Missbrauch neben Telefonberatungen auch eine Onlineberatung an. Weitere Infos unter: www.nina-info.de

 

Wir wurden nicht bezahlt oder in anderer Weise dafür entlohnt, genau diese Apps zu nennen. Dennoch müssen wir den Beitrag aufgrund der Rechtslage als Werbung markieren.

Titelbild: Pixabay