In diesem Jahr steht der Weltfrauentag bei der Frauenberatungsstelle Duisburg unter dem Motto: „Wir feiern, aber sicher!“.

Die Mitarbeiterinnen werden in der Duisburger Kneipenszene Frauen rund um das Thema Feiern und Sicherheit informieren und an die Flyer zum Thema „Sicherer Weg nach Hause“, „K.O.“-Tropfen und „Verhalten nach einem sexuellen Übergriff“ verteilen.

 „Wir wollen Frauen in ihrem persönlichen Sicherheitsgefühl unterstützen“, so Melanie Lüdtke von der Frauenberatungsstelle. Als ein Beispiel nennt Frau Lüdtke die Telefonnummer des Heimwegtelefons. Über diese Nummer ist es möglich auf dem Heimweg von einer Feier mit jemandem zu sprechen und den eigenen Standort und das Ziel durchzugeben, so dass im Notfall schnell die Polizei gerufen werden kann. „Natürlich lassen sich damit keine Straftaten verhindern“, stellt Anika Walther klar, „aber es unterstützt Frauen in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit und stärkt damit auch ihr Selbstvertrauen“.

Erfreut zeigen sich die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle über die Resonanz der Duisburger Kneipenszene, die im Vorfeld über die Aktion informiert wurde. Die Betreiber waren ausnahmslos gerne bereit Poster zu dem Thema aufzuhängen, die auf die Unterstützungsangebote und Notfallnummern hinweisen. Darüber hinaus wurde die Aktion der Frauenberatungsstelle Duisburg des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. bei einigen Betreibern nicht nur eindeutig begrüßt, sondern auch aktiv über Bildschirme und facebook beworben.

Neben dem Thema „Sicher unterwegs“ ist es Ziel der Frauenberatungsstelle Duisburg mit der Öffentlichkeitsaktion ihre Angebote für Frauen vorzustellen. Die vier Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle sind für alle Frauen in krisenhaften Lebenssituationen da. „In den Gesprächen kann es beispielsweise um die Klärung der Lebenssituation gehen, Probleme in der Partnerschaft, um Essstörungen oder um Gewalterfahrungen in der Beziehung gehen“, fasst Gisela Oberheide die Beratungsangebote der Frauenberatungsstelle kurz zusammen. Auf der Homepage lassen sich darüber hinaus Gruppenangebote finden, die von einem thematischen Frühstück über Selbstbehauptungstrainings bis zur Vortragsreihe mit Rechtsanwältinnen zum Thema Trennung und Scheidung reichen.

Für die Frauenberatungsstelle ist die inhaltliche Arbeit nicht von der Finanzierung zu trennen. „Ein Teil unserer Arbeit muss jährlich über Spenden refinanziert werden“, so Diana Determann. Sie und Frau Oberheide sind daher sehr erfreut, dass sie an dem diesjährigen Weltfrauentag zu einer Spendenaktion des Freien Instituts Kaiserberg eingeladen sind, bei der die Frauenberatungsstelle Duisburg die Begünstigte ist.